Die Anfänge

Genau am 3.12.1949 begann die Geschichte des Tennisvereins 0berwesel, damals noch eine Abteilung des Sportvereins Vesalia 08. Vorher gab es nur zaghafte Versuche Einzelner auf dem Platz in Bacharach und auf dem, von der französischen Besatzung erbauten Basketballplatz hinter dem Sportplatz. Schläger mit brüchigen Darmsaiten und Bälle ohne Filzbelag - das war der Anfang. Dr. Arthur von Osteroth ermunterte Werner Castor im Laufe des Jahres 1949 es doch auch in Oberwesel mit Tennis zu versuchen. Die Währungsreform war inzwischen ein Jahr alt und das sportliche Leben begann sich auch in Oberwesel zu regen. Fußball und Tischtennis spielten wir schon lange, Leichtathleten waren wir auch, aber Tennis- dafür war Oberwesel bisher zu klein gewesen.

Zur Gründungsversammlung im Weinhaus Weiler am 3.12.49 kamen 33 Interessenten, ein ermunternder Anfang, eine Tennisabteilung wurde am gleichen Abend gegründet. Vorsitzender: Dr. Aloys Liesenfeld, Trainer: Dr. Arthur von Osteroth, Geschäftsführer: Werner Castor. Bereits im nächsten Frühjahr wurde mit dem Bau des ersten Tennisplatzes auf der "Albrechtswiese, hinter dem Sportplatz" begonnen. Geld war knapp, bei DM 6,- Monatsbeitrag mussten alle Arbeiten außer der Tennisplatzdecke selbst ausgeführt werden.

In der Zeit vom 10.5.50 - 28.6.50 leisteten unsere Aktiven 582 Arbeitsstunden, das waren 48 Stunden pro Mitglied. 73 Eisenbahnwaggons mit Kohlenschlacke mussten gesiebt werden und 30 cm hoch nach der Schnur eingebaut werden. Die Umzäunung durften wir bei Jakob Becker herrichten und der Vorstand fuhr per Handwagen das Ganze durch die Stadt zur Baustelle. Endlich war es soweit, am 2. Juli 50 konnte der erste Tennisplatz eingeweiht werden. Etwa 200 Zuschauer saßen auf dem Damm und sahen wie die Bälle über oder öfter noch in das Netz flogen.

Erste Medenspiele

Unter der Anleitung unseres Trainers entwickelte sich schon bald ein reger Spielbetrieb. Auf dem Bild ist noch das Haus Jäckel zu sehen, ein Kellerraum diente uns freundlicherweise als Umkleidegelegenheit für die Damen, die Herren zogen sich im Freien oder im Auto um. Den ersten Sieg feierten wir gegen Bacharach und Boppard und die erste Stadtmeisterschaft sah Frido Liesenfeld als strahlenden Gewinner des ausgesetzten Wanderpokals. Clubkämpfe gegen Bad Münster, Sobernheim und Niederlahnstein folgten, 1955 gab es die erste Begegnung mit Blau Weiß Köln, einem Oberligaverein.

Das erste Medenspiel (Verbandsspiel) am 5.5.57 sah unsere Mannen als knappe Verlierer mit 4:5 in Mayen. Das Interesse am Tennissport wuchs ständig und schon bald mussten wir erkennen, dass Clubkämpfe auf nur einem Platz kaum durchzuführen waren. Der Wunsch nach Erweiterung der Anlage wurde die Tat umgesetzt und 1958 in 1236 Arbeitsstunden ein zweiter Platz gebaut. Am 10.8.1958 war Einweihung in Anwesenheit einer starken Mannschaft des TV Koblenz. Dr. Hugo Rathmer, der den Vorsitz des Vereins 1958 übernahm, konnte als Ehrengäste den Präsidenten des Sportbundes August Zeuner und den Kreissportbeauftragten Hans Stemik begrüßen. In der Folgezeit gab es kaum einen Sonntag, an dem die 0berweseler Tennisfreunde turnierfrei waren. Die Nachbarvereine Boppard, Simmern und Bingen waren ebenso im Programm wie Linz, Blau Weiß Köln, Post Köln und Bochum. Damals wurden die Medenspiele noch im k.o. System ausgetragen, 1960 schieden wir in der B-Klasse erst in der Schlussrunde mit 4:5 gegen Koblenz aus.

Hin zur Selbstständigkeit

Am 1.1.63 wurde die Tennisabteilung Vesalia 08 in den Tennisverein Oberwesel umgewandelt. Die finanzielle Selbstständigkeit und die Möglichkeit Zuschüsse für Bauvorhaben zu erhalten machten diesen Schritt notwendig. Die Jahresversammlung wählte in den Vorstand: Werner Castor zum Vorsitzenden, Hans Rudolf Höhn zum Kassenwart, Günter Schmitz zum Sportwart und Dr.Hugo Rathmer und Gretel Liesenfeld zu Beisitzern. Die Spieljahre 63 und 64 wurden bereits mit zwei Herrenmannschaften in der B- und C-Klasse bestritten. Zusätzlich gab es acht bis zehn Freundschaftsturniere in jedem Jahr. 1965 erkämpfte sich die l. Herrenmannschaft durch Medenspielsiege über TC Bad Kreuznach, Idar, Kirn, VfL.Bad Kreuznach und Langenlonsheim den Gruppensieg. Im Endspiel der Gruppensieger gegen Trier konnten wir mit 5:4 den Aufstieg in die A-Klasse sicherstellen. Im gleichen Jahr errang Frido Liesenfeld bei den Rheinlandmeisterschaften in Koblenz mit einem 6:4, 6:3 Erfolg gegen Michael Kinkel, TV Isar, den Titel des "Rheinlandmeisters " in der B-Klasse.

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